Kempten wird klimafit

Wettbewerb zur Regenwassernutzung und Stadtbegrünung: Jeder kann mitmachen!

Wir suchen Ideen und Geschichten! Der Wettbewerb „Schwammintelligenz – Kempten wird klimafit“ macht private Projekte, öffentliche Plätze und Maßnahmen für Stadtbegrünung und Wasserrückhalt sichtbar. Er animiert zum Mitmachen. Prämiert werden die besten, schönsten, kreativsten, charmantesten oder auch witzigsten Ideen in verschiedenen Bereichen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Wasserspeicherung oder Flächenentsiegelung.

Einfach eine Mail an schwammstadt@lebenswertes-kempten.de oder über das untenstehende Kontaktformular mit einer kurzen Projektbeschreibung, dem Ort (Stadtteil) und Datum der Durchführung sowie zwei Bildern oder einem Video. Wer keine Möglichkeit zur Umsetzung eigener Projekte hat, aber in der Stadt öffentliche Ecken und Plätze kennt, die Potenzial für einen Ausbau des Schwammstadt-Gedankens bieten, kann zumindest seine Vorschläge einreichen.

Jetzt bewerben mit eigenem Projekt oder Ideen

    Durch Versand bestätigen Sie, dass Sie Urheber der hochgeladenen Bilder sind, und erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer Daten zur Teilnahme am Wettbewerb und einer Veröffentlichung ausgewählter Projektbeispiele und Ideen einverstanden. Es werden keinerlei persönliche Daten wie Ihr Name, E-Mail-Adresse oder Anschrift weitergegeben oder veröffentlicht.

    Regenwasser ist ein Schatz

    Kempten hütet ihn

    Die Stadt Kempten hat eine Klimawandel-Anpassungsstrategie, welche insgesamt zwölf Handlungsfelder umfasst. Zwei davon wurden priorisiert: Climate Proofing und Schwammstadt. Beide Maßnahmen wurden in das Interreg-Projekt ADAPTNOW eingegliedert, sodass bis Ende 2024 Fördermittel bereitstehen.

    Wir suchen Vorreiterprojekte

    Denn wir brauchen Nachahmer

    Wir unterstützen Kemptens Ziele vehement und wollen aufzeigen, was jede und jeder Einzelne dafür tun kann. Erster Schritt: Eine Wettbewerb für die besten Ideen zur Begrünung und Entsiegelung von Grundstücken. Zweiter Schritt: Eine Ideensammlung für mehr Schwamm-Grün in der Stadt.

    Partnerlogo Stadt Kempten (Allgäu)
    Logo des Freundeskreises für ein lebenswertes Kempten
    Partnerlogo BUND Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu

    WasserSpeicherStadt

    Schwammstadt bedeutet, dass durch verschiedene Maßnahmen anfallendes Regenwasser direkt vor Ort aufgenommen und gespeichert wird, statt es zu kanalisieren und abzuleiten. Viele kleine Speicherräume im Straßenraum und auf Dachflächen führen dazu, dass Niederschlag langsamer abgeleitet wird und sich dank der Bepflanzung die Verdunstung erhöht. So werden Überflutungen verringert sowie Stadtklima und Gesundheit des städtischen Ökosystems verbessert. Das Schwammstadt-Konzept zielt auf eine nachhaltige, zukunftsfähige Stadtentwicklung ab.

    Wenn wir Dächer, Gärten, Balkone und Vorplätze zum Wasserspeicher machen und Grundstücke entsiegeln und begrünen – das ist Schwammstadt.

    Begrüntes Haus in Gießen
    © Joe Shoe – flickr.com

    1. Dächer und Fassaden begrünen

    Dies spielt in urbanen Umgebungen, die von Hitzeinseln und Starkregenereignissen betroffen sind, eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Mikroklimas und der Reduzierung von Überflutungsrisiken. Oberflächen, die Wärme absorbieren können, werden verringert, was zur Senkung der Umgebungstemperaturen beiträgt. Darüber hinaus fungieren Pflanzen als natürliche Wasserspeicher, indem sie Regenwasser aufnehmen und verdunsten, was die Belastung von Kanalisationssystemen während Starkregenereignissen mindert und das Risiko von Überflutungen reduziert.

    2. Flächen entsiegeln

    Durch die Umwandlung von Asphalt- und Betonflächen in durchlässige Oberflächen wie Gras, Kies oder permeable Pflastersteine wird die Infiltration von Regenwasser in den Boden ermöglicht. Dies hilft, das Grundwasser aufzufüllen und das Risiko von Überschwemmungen zu verringern, indem es das Auftreten von Oberflächenabfluss während Starkregenereignissen reduziert. Entsiegelung trägt auch zur Verbesserung der Bodenqualität bei und fördert die biologische Vielfalt, da sie Lebensraum für Pflanzen und Tiere schafft. Darüber hinaus tragen durchlässige Oberflächen zur Reduzierung von Hitzeinseln bei, indem sie weniger Wärme absorbieren als versiegelte Flächen.

    Entsiegelung von Flächen mit wasserdurchlässiger Wegebefestigung
    © Berliner Wasserbetriebe – flickr.com
    Rigole mit Laub aus der Froschperspektive
    © Anthony Canuel – flickr.com

    3. Regenwasser sammeln

    Zisternen dienen der Regenwasserspeicherung und ermöglichen eine effiziente Nutzung von Niederschlagswasser für Bewässerungszwecke, insbesondere in Trockenperioden. Rigolen sind unterirdische Strukturen, die dazu dienen, Regenwasser zu sammeln und in den Boden versickern zu lassen, wodurch das Grundwasser aufgefüllt und Überflutungen vermieden werden. Durch die Kombination von Zisternen und Rigolen können Städte eine nachhaltige Wasserversorgung sicherstellen und gleichzeitig das Risiko von Überschwemmungen reduzieren. Darüber hinaus tragen Bewässerungssysteme, die auf Regenwasser basieren, dazu bei, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Abhängigkeit von kostspieligen Trinkwasserquellen zu verringern.