Der Grund: Eschentriebsterben
Im Garten der Fürstenschule (entlang der Fürstenstraße) wurden kürzlich mehrere große Bäume gefällt. Ein grauenhafter Anblick für alle Baumfreunde und – unter anderem – schlecht fürs städtische Kleinklima. Wir haben bei Josef Rauner, dem Baummanager der Stadt Kempten nachgefragt, was es damit auf sich hat. Hier die Antwort (leicht redigiert):
Bei den Bäumen handelt es sich um Eschen, die aufgrund des fortschreitenden Eschentriebsterbens entnommen wurden.
Wir haben die Bäume bereits seit vier Jahren unter Beobachtung. Die Vitalität der Bäume hat sich im Laufe der Zeit zunehmend verschlechtert. Im Jahr 2025 mussten wir zweimal Totholz aus den Bäumen entfernen, da sie wiederholt große Mengen Totholz gebildet haben. Große Teile der Kronen mussten daher bereits während der Vegetationsperiode entnommen werden.
Aufgrund des erhöhten Bedarfs an Verkehrssicherheit im Bereich von Schulen haben wir uns daher für die Entnahmen entschieden.
Leider mussten wir feststellen, dass sich die Vitalität der Eschen im letzten Jahr grundsätzlich massiv verschlechtert hat. Wir vermuten, dass dies mit den geringen Niederschlagsmengen im Jahr 2025 zusammenhängt. Die schlechte Wasserversorgung ist für die ohnehin geschwächten Eschen sehr belastend. Wir gehen derzeit davon aus, dass viele Eschen im Frühjahr nicht mehr austreiben werden.
Natürlich werden wir Nachpflanzungen in diesem Bereich vornehmen, allerdings kann ich noch nicht versprechen, ob dies bereits in diesem Jahr erfolgen wird. Spätestens jedoch im Jahr 2027.
Zum Thema Eschen haben wir hier im „Kempten muss handeln“-Blog bereits im April 2025 detailliert berichtet: Baumfällungen in Kempten
