Im Mobilitätsausschuss gestern (11.3.2024) war nicht viel geboten, zumindest nichts, was für uns interessant gewesen wäre. Radwege scheinen nicht anzustehen (vermutlich müssen erst einmal die liegen gebliebenen Projekte vom letzten Jahr nachgeholt werden), die Planung für die Salzstraße wird im „Hinterzimmer“ weiter ausgearbeitet (dat dauert…) und Schulwegsicherheit ist offenbar kein Thema (dabei müsste zum Beispiel die Verkehrssituation am CvL-Gymnasium dringendst verbessert und die Schule ans Radwegenetz angebunden werden). Auch die Entschleunigung des Rings auf Tempo 50 wäre meines Erachtens ein sehr sinnvolles und kostengünstig umzusetzendes Projekt, das die Lebensqualität, die Sicherheit und Gesundheit von Anwohnern, Radfahrenden und Fußgängern wesentlich verbessern würde. Ach, ich hätte da schon einige Ideen!

Aber nichts dergleichen: Handyparken, Barrierefreie Ladeinfrastruktur, Smart City Verkehrsmodell, Deutsche Meisterschaft „Kriterium“ – also Radrennsport* waren die Themen. Sorry, das hat mich nicht gelockt, deshalb habe ich mir nur den TOP 1 zu Gemüte geführt: Erweiterung Tempo 30 zwischen Lindauer und Immenstädter Straße. Das trägt immerhin zu einer lebenswerten Stadt bei. Gemeint ist der Stadtteil Haubenschloss: Im Wesentlichen ist das Gebiet bereits jetzt eine Tempo 30-Zone, mit Ausnahme der Dornierstraße, des Braut- und Bahrwegs, der Ellharter Straße, der Goethestraße und der Maler-Lochbihler-Straße, wo bisher Tempo 50 gilt. Um den Flickenteppich zu „bereinigen“, sollen die genannten Straßen in die Tempo 30-Zone integriert werden. Dafür müssen drei neue Schilder an den Einfahrten der Tempo 30-Zone aufgestellt werden, elf können dagegen abgebaut werden.

Die Anforderungen der StVO (§ 45 Abs. 1c) sind laut Herrn Berger, dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter, erfüllt. Diese sind – unter anderem:

  • Wohngebiet mit hoher Fußgänger-/Radfahrerdichte und hohem Querungsbedarf
  • keine Straßen des überörtlichen Verkehrs oder sonstige Vorfahrtstraßen
  • Straßen ohne Lichtsignalanlagen

Das Viertel sei mit der Wohnbebauung, Schulen, Kitas und am Straßenrand parkenden Autos prädestiniert für eine Tempo 30-Zone. Zudem weist Herr Berger darauf hin, dass in dem Gebiet sowieso kaum schneller als 30 kmh gefahren wird.

Eine „gmahde Wiesn“ sozusagen, letztlich bleibt ja alles, wie es ist 😉 – und so wird der Beschluss auch ohne große Diskussion gefasst. Wenn das doch immer so geschmeidig ablaufen würde im Mobilitätsausschuss!

*Der RSC richtet dieses Jahr die Deutsche Meisterschaft im Kriterium in Kempten aus.