Gemeinsam für eine Unfallfreie Stadt
Der Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten nahm die Verkehrssicherheit in die eigene Hand. Mit unserer Jahresaktion „Sicher mobil in Kempten – gemeinsam für eine unfallfreie Stadt“ wollten wir gefährliche Stellen in der Stadt identifizieren und verändern. Ob Engstellen, zu schmale Aufstellflächen für Fußgänger, fehlende Radwege oder schlecht einsehbare Kreuzungen: Alle Kemptenerinnen und Kemptener waren aufgerufen, „ihre“ Gefahrenstelle zu melden. Denn wir wollten möglichst viele gefährliche Stellen – egal für welches Verkehrsmittel, Auto genauso wie Fuß, Rad oder Roller – sichtbar machen.

Engstellen nerven dich?
Unübersichtliche Kreuzungen bereiten dir Stress?
Fehlende Radwege machen dir Angst?
Eintrittskarte zum Mitmachen
1.
Markiere auf der Karte die ärgerlichsten Gefahrenstellen im Kemptener Verkehr.
2.
Beschreibe kurz und knapp das Problem und schlage gern auch eine Lösung vor.
3.
Lade ein oder zwei eigene Bilder hoch, um die Problematik besser zu verdeutlichen.
Unsere Aktionswochen
Innerhalb weniger Wochen hatten wir über 150 Gefahrenstellen gesammelt. Vielen Dank für die zahlreichen Meldungen! Überwältigt von der großen Resonanz sind wir losgezogen und haben die am häufigsten genannten Stellen mit Kreide-Graffiti markiert. Die Sprühkreide ist übrigens umweltfreundlich und verschwindet nach einigen Tagen wieder.
So wurden während unserer Aktionswochen im Juli, die parallel zum „Stadtradeln“ liefen, die digitalen Gefahrenstellen im Kemptener Stadtraum sichtbar. Wir haben die problematischsten Orte mit Kreide-Graffitis markiert, um Unfälle zu verhindern, aber auch um Veränderungen zu bewirken. Parallel begleiteten wir die Graffiti-Aktion auf Instagram unter kemptenmusshandeln!


Radtour durch Kempten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche

Um das Augenmerk der Stadt noch stärker auf die Gefahrenstellen zu lenken, machten wir im September mit Gästen aus Politik und Verwaltung eine besondere Radtour durch die Kemptener Innenstadt. Gemeinsam nahmen wir ausgewählte Gefahrenstellen unserer Aktion unter die Lupe.
Unserer Einladung gefolgt waren der damalige Oberbürgermeister Thomas Kiechle, die drei Oberbürgermeister-Kandidaten für die kommende Kommunalwahl – Dominik Tartler (parteilos), Katharina Schrader (SPD) und Christian Schoch (Freie Wähler), Stadtrat Julius Bernhardt, Mobilitätsmanager Stefan Sommerfeld, Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann, Baureferent Tim Koemstedt sowie Annette Rampp von den Altstadtfreunden.
An den „Hotspots“ wollten wir mit unseren Gästen ins Gespräch kommen und diskutieren: Wo gibt es problematische Stellen für Fußgänger und Radler? Und wie können wir die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit in Kempten spürbar verbessern?
Um die Teilnehmer*innen der Radtour zu einem Perspektivenwechsel anzuregen, durften sie immer wieder Rollenkärtchen ziehen und die Verkehrssituation aus den Augen ihrer fiktiven Persönlichkeit beurteilen. Das Konzept war unglaublich bereichernd und hat für so manchen Lacher gesorgt. Bleibt zu hoffen, dass die Radtour nicht nur Denkanstöße geliefert hat, sondern auch die ein oder andere Veränderung bewirkt.


Übergabe der „Top 18“ an die Stadtverwaltung
Bis Ende Januar 2026 wurden insgesamt 236 Gefahrenstellen gemeldet. Wir haben die Einsendungen ausgewertet und nach Häufigkeit der Nennung sowie Gefahrenpotenzial priorisiert. Eine Liste mit 18 besonders relevanten Punkten mitsamt Lösungsvorschlägen übergaben wir am 3. Februar 2026 an Stefan Sommerfeld, den Mobilitätsmanager Kemptens.

Für eine lebenswerte Stadt
Hunderte Menschen haben bis jetzt ein Zeichen für mehr Sicherheit in Kempten gesetzt. Hilf mit, Kempten zu einem Ort zu machen, wo alle sicher und entspannt unterwegs sein können. Verkehrssicherheit ist der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Setz dich in Gesprächen und gegenüber der Politik für ein lebenswertes Kempten ein.
